"Das was wir erwarten hält uns in der Balance. ...


 ... Das was wir nicht erwarten, ist was uns verändert."

 

Nie hätte ich gedacht, dass es ein WIR nicht mehr gibt. Ich habe so fest an unsere Liebe geglaubt. Doch wie soll ein 'Wir' funktionieren, wenn dieses bereits zu Beginn auf einen Berg Lügen aufgebaut wurde? Dieser Berg musste ja irgendwann einmal zusammenstürzen.
Ich wusste immer, dass da was ist. Nur wollte ich es nicht wahrhaben. Schließlich ließ er die ganze Welt in dem Glauben, dass es so ist wie es ist. Es ist ja auch nicht gerade alltäglich, dass man mit so einem Überlebenskünstler zusammenlebt, der sich seine eigene Welt gebastelt hat und von den eigenen fabulierten Geschichten überzeugt ist. Und zwar so überzeugt, dass er alle anderen auch überzeugen und um den kleinen Finger wickeln konnte.

D. meinte ich solle darüber schreiben. Es wäre ja fast wie in "Catch me if you can".  Nur bin ich hier die Gewinnerin, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht. Denn ich bin noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre tatsächlich noch von ihm schwanger geworden... Das arme Kind! Ich wurde zwar unsaft aus meiner Seifenblase geholt, aber dankbarer kann ich eigentlich nicht sein. Das letzte halbe Jahr war der Horror für mich. Gefühlschaos pur. Doch er nutzte schließlich auch die 1000 und eine Chance nicht, die ich ihm zuwarf. Er spielte lieber weiter in seiner eigenen Welt. Diese Welt habe ich jetzt endgültig verlassen und fühle mich so frei und stark wie schon lange nicht mehr. Die vergangenen Wochen und Monate haben so viel Kraft, Ausdauer, Mut und Selbstbewusstsein gefordert. Das kann mir keiner mehr nehmen. Nicht einmal Mr. B.

Tris.

6.3.15 17:03, kommentieren

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"Egal wer dir das Herz gebrochen hat, und wie lange es dauert bis es heilt,...

...du schaffst es niemals ohne deine Freunde."

So wahr. Es tut so gut mit Ihnen über den ganzen Mist der vergangen Monate zu reden. Doch leider ist nicht mehr viel von meinen Freunden übrig geblieben. Die meisten unseres gemeinsamen Freundeskreises waren seine Freunde. Seit dem die Sache mit IHM und IHR begann, war bereits weit und breit keiner mehr von ihnen zu sehen. Wahrscheinlich auch, weil alle bereits davon wussten, nur ich dumme Nuss nicht. Aber spätestens seit As. so hinterrücks ihm erzählt hat, wie ich mein Herz bei ihr ausschütten wollte...
Screw them! Ohne euch bin ich sowieso besser dran!!!

Tja und dann wären da noch meine sogenannten Freunde. D. ist wunderbar und auch wenn wir uns nicht oft sehen, knüpfen wir einfach dort an, wo wir aufgehört haben. Sie hat mir sogar angeboten ihn zu verprügeln, schließlich hat sie bereits den schwarzen Gürtel in Taekewondo.
S. hingegen ist mich meiner scheinbar überdrüßig geworden. Ich kann es ihr aber auch ehrlich nicht verübeln.
So lange ich mit ihm zusammen war, habe ich mich nicht wirklich um meine Freunde gekümmert. Er war mein Universum, meine Sonne und ich habe alles für ihn getan. Ja, auch Freundschaften kaputt gehen und Verabredungen platzen lassen, nur um bei ihm sein zu können. Darum musste er mich noch nicht mal bitten. Ich wollte es ja so, weil ich jede freie Minute mit ihm verbringen wollte. Er war meine Luft zum atmen, doch als er mir versagte, diese Luft weiter atmen zu dürfen... Da war S. noch da. Ich konnte sie immer und zu jeder Uhrzeit anrufen. Doch inzwischen... Dabei will ich mich gar nicht mehr bei ihr über IHN ausheulen. Ich habe genug Trängen wegen diesem verlogenen Mistkerl verdrückt und mir zum Jahreswechsel geschworen, dass keine Träne mehr meine Augen verlässt, die ihm gilt. Bisher habe ich das auch ziemlich gut eingehalten. Nein, jetzt will ich einfach nur Spaß haben, auf Parties gehen und die Welt erobern. Aber allein ist das nicht wirklich erstrebenswert. Nur kommt jetzt die Rache der letzten viereinhalb Jahre. Jetzt ist es S. die mir immer wieder absagt oder sich nicht meldet. Jetzt sind es H. und M. die nur sporadisch antworten. Jetzt ist es N. die erst in ihren Kalender schauen muss und mir für den nächsten Monat zwei Stunden frei hält.

Das wird mir nie, nie wieder in meinem Leben passieren. Nie, nie wieder werde ich einen Mann so auf ein Podest stellen. Nie, nie wieder werde ich meine Freunde so vernachlässigen, mich vernachlässigen. Ab jetzt bin ich der Mittelpunkt meines Universums und kein Mann der Welt wird mir jemals wieder diesen Platz streitig machen. Denn ich bin wertvoll und niemals wird ein anderer Mensch wertvoller sein als ich. Das ist mir jetzt bewusst geworden. Nur leider verdammt spät.

 

5.3.15 22:32, kommentieren